Am 30. September 2025 endet die Amtszeit von Cornelia Petzold-Schick als Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal. Damit scheidet sie auch automatisch aus dem Aufsichtsrat der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH (WFG) aus, dessen Vorsitz sie seit ihrem Amtsantritt als Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal im Jahr 2009 innehatte. Die WFG würdigte ihr Engagement nun mit einer feierlichen Verabschiedung im HubWerk01, an der rund 40 aktive und ehemalige Gremienmitglieder, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Bankvorstände, teilnahmen. Weggefährtinnen und Weggefährten berichteten über Meilensteine. Zum Dank bekam Petzold-Schick ein Gemälde von sich und ein Präsentkorb mit Spezialitäten aus allen 16 Städten und Gemeinden der Region Bruchsal. Zum Schluss gab sie den Staffelstab an ihren Nachfolger Sven Weigt weiter. 

 

Die Wahl des Veranstaltungsortes hätte passender kaum sein können

Im HubWerk01, Sitz der WFG und eines der elf Digitalisierungszentren des Landes Baden-Württemberg, sei der Gründergeist und die Innovationskraft spürbar, die Petzold-Schick in ihrer 16-jährigen Amtszeit in der Region entfacht habe, so WFG-Geschäftsführer Stefan Huber. 

 

Gesprächsrunden mit Weggefährten

In lockeren Gesprächsrunden erzählten Weggefährtinnen und Weggefährten bei der Verabschiedung aus dem „Nähkästchen“: von persönlichen Anekdoten und Meilensteinen aus der Amtszeit von Petzold-Schick. Alle machten deutlich, wie nachhaltig die Bruchsaler Oberbürgermeisterin die interkommunale Zusammenarbeit vorangebracht hat. Ihr sei es stets darum gegangen, nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Region in den Mittelpunkt zu stellen. 

Mit Projekten wie der Fachkräfteinitiative Sprungbrett Ausbildung, dem ZEO Carsharing oder eben dem Innovationszentrum HubWerk01 setzte die scheidende WFG-Vorsitzende Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der Region Bruchsal. Wortbeiträge dazu leisteten Andreas Glaser, Bürgermeister der Stadt Bruchsal, Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau, Prof. Dr. Hartmut Ayrle, Leiter Stadtentwicklung Bruchsal, Bürgermeisterin Sarina Pfründer, Stadt Lauffen am Neckar, Bürgermeister Frank Bolz, Gemeinde Dettenheim und Ralf Broß, Vorsitzender des Städtetags Baden-Württemberg. 

 

WFG-Geschäftsführer Stefan Huber würdigte die Verdienste der scheidenden Oberbürgermeisterin. Er bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und hob besonders hervor, dass Petzold-Schick für neue Ideen und Ansätze stets offen war und für deren Umsetzung die nötige Rückendeckung und Freiräume zur Verfügung gestellt habe.

 

Thomas Anderer, Geschäftsführer der efeuCampus Bruchsal GmbH, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des von der WFG initiierten Projekts zur urbanen Güterlogistik für das positive Image Bruch­sals in Sachen innovative Stadtentwicklung. „Gerade bei solchen Projekten ist es entscheidend, die unterschiedlichen Player auf ein Ziel zu fokussieren. Dies ist Ihnen immer gelungen“, so Anderer an Petzold-Schick. 

 

Zum Abschluss übergab die scheidende Oberbürgermeisterin symbolisch den Staffelstab an ihren Nachfolger Sven Weigt. Dieser übernimmt nicht nur das Amt des Bruchsaler Oberbürgermeisters, sondern auch den Vorsitz im Aufsichtsrat der WFG. In seiner Rede dankte Weigt seiner Vorgängerin für die Übergabe einer hervorragend aufgestellten Wirtschaftsförderung: „Eine starke Wirtschaft ist für unsere Gesellschafter, die regionalen Kommunen, der wichtigste Eckpfeiler, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.“ 

 

Zum Dank bekam Petzold-Schick ein Gemälde von sich und ein Präsentkorb mit Spezialitäten aus allen 16 Städten und Gemeinden der Region Bruchsal. Zum Schluss übergab sie einen symbolischen Staffelstab an ihren Nachfolger Sven Weigt. 

Auf dem Foto zu sehen: Thomas Ostertag Ostakon), Regine Haschka-Helmer (Seedlab), Matthias Leers (EfeuCampus), Dirk Hofmann (DAIN Studios),  Thomas Anderer (EfeuCampus), Kadri Haufe (Nortal), Dr. Navjit Dhaliwal (IAGoN)

 

 

Die Expertise des efeuCampus Bruchsal, dem Innovationszentrum für urbane, autonome Logistik und Transport, ist auch auf internationaler Bühne gefragt: Bei der Smart Futures Conference am 12. und 13. Juni in Berlin war Bruchsal mit einem starken Beitrag vertreten.

Matthias Leers und Thomas Anderer präsentierten in ihrer Keynote unter dem Titel

„Transforming Urban Mobility and Logistics with Blockchain“

aktuelle Entwicklungen aus dem RegioWin2020-Projekt in Bruchsal. Im Fokus: das Zusammenspiel von autonomen Lieferrobotern, dezentralen Mikrodepots und der Einsatz von Blockchain-Technologie zur Absicherung von Transparenz, Vertrauen und Effizienz auf der „letzten Meile“ der Logistik.

 

Im anschließenden Panel „Connected Logistics: Digital Tech for End-to-End Efficiency“ diskutierten die efeuCampus-Vertreter mit internationalen Expertinnen und Experten aus Industrie, Politik und Forschung – unter anderem mit Vertreter:innen von Cardano, Nortal, UNDP – United Nations Development Programme sowie Delegationen aus Estland und dem Westbalkan.

 

„Die Veranstaltung war eine starke Plattform, um die in Bruchsal entwickelten Lösungen für urbane Logistik einem internationalen Publikum vorzustellen – und um Impulse für unsere weitere Arbeit mitzunehmen“,

resümierte Matthias Leers.

 

Die Teilnahme verdeutlicht, wie sich der Bruchsal zu einem relevanten Knotenpunkt für innovative urbane Mobilitätslösungen entwickelt hat – dies mit europaweiter Strahlkraft. Besonders positiv hervorgehoben wurde von den Teilnehmenden der Konferenz der hohe Umsetzungsstand der autonomen Logistiklösungen am efeuCampus sowie die innovativen Zukunftsszenarien, etwa mit dem Einsatz von Schwerlastdrohnen für die vorletzte Meile.

Weitere Informationen zum Projekt:
👉 www.efeuCampus.de
👉 www.tomorrowcamp.de